Innovative Ansätze in der Gebäudetechnik - mit Blick in die Zukunft

Vieles gibt es zu beachten, wenn ein neues Projekt beginnt. Abstimmungen mit Bauherrn, anderen Fachplaner:innen, Behörden, etc. gehören zur Tagesordnung. Zwei große Herausforderungen: die Planungs- und in weiterer Folge Ausführungszeiträume.

Die Gegenwart

Grundsätzlich setzen wir, Das Leitwerk, auf akkurate Plan(-ungs)qualität von Anfang an. Aufgrund der angestrebten Qualitätssteigerung wird versucht mehr und mehr im dreidimensionalen Raum zu denken und sich zu bewegen. Dahingehend sind diverse Weiterentwicklungen im Unternehmen erforderlich. Vor allem Bestandsgebäude zeigen immer wieder, was in ihnen steckt. Aber auch der Neubau birgt Herausforderungen aufgrund des meist geringen Platzangebots.

Der Fokus unserer TGA-Planung (technische Gebäudeausrüstung) liegt auf der Eruierung von Möglichkeiten für Energieerzeugung und in weiterer Folge Energieverwaltung - in allen Bereichen bei gleichzeitig möglichst geringem Platz-, Zeit- und Kostenaufwand.

Unsere Vision

Um die Herausforderung genauer Bestandsaufnahmen, realitätsbasierter Planung, Koordination verschiedener Gewerke und Vieles mehr besser meistern zu können, soll künftig Lasermesstechnik für die dreidimensionale Vermessung als Punktwolken von Gebäuden oder erforderliche Teilbereiche eingesetzt werden. Unabhängig von direkter Verwendung oder Ausmodellierung der Punktwolken können mögliche Kollisionen schon im Vorfeld am Computer gelöst werden. In der Ausführung bedeutet dies eine Zeit- und Kostenersparnis durch nicht vorhandene Problemstellen.

Auch der Einsatz von AR (Augmented Reality) bzw. MR (Mixed Reality) findet immer weiter Einzug in die Planung und Ausführung. Die Möglichkeit einen digitalen Zwilling auf eine Präsentationsplattform (z.B. Tisch bei einer Besprechung) oder direkt auf der Baustelle in das Bauwerk projiziert zu können, bietet viele, bis dahin noch ungeahnte bzw. noch nicht genutzt Möglichkeiten des Gesamten.

Natürlich gehören auch Koordinierung von Beteiligten, Leistungsfeststellungen, Abnahmen, Mängelbegehungen, Rechnungsprüfungen, Kostenkontrolle u. v. m. zu unserem Alltag. Hier wird ein ressourceneffizienter Einsatz von planungs- und projektorganisationsunterstützender Hard- und Software für eine schlankere Projektstruktur und Zeitersparnis bei gleichzeitig steigender Planungs- und Ausführungsqualität angestrebt.

Die Möglichkeiten

  • Präzisere Bestandsaufnahmen
  • Bessere Planungs-Koordination (z.B. Kollisionsprüfung)
  • Koordinierung von Beteiligten in der Ausführung
  • Integrale Planung von Grundlagenermittlung bis Abschluss des Bauvorhabens
  • Leistungsfeststellungen während der Bauphase
  • Erkennen der Abweichungen durch Punktwolkentechnik, AR, MR und Softwareunterstützung

Der Lebenszyklus eines Gebäudes – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit:

Beginnend mit der „Geburt“ eines Projektes, über die Grundlagenermittlung, die Auswahl der eingesetzten Komponenten, der Planung effizienter Systeme mit Berücksichtigung diverser Synergien, die Entstehung eines digitalen Zwillings bis hin zur Umsetzung in die Realität, ist der erste Part, sozusagen das Fundament, auf dem das Gesamt-Projekt erbaut wird.

Der zweite Teil eines „Gebäudelebens“ betrifft den Betrieb und Optimierung des Gebäudes bzw. der Anlagen, Themen um Facility Management bis hin zum Ende seines Lebenszyklus. Je besser der Standort geplant, gebaut und geführt wird, umso länger kann/wird das Gebäude bestehen.

Fragen, die im Laufe der Gebäudenutzung auftreten:

  • Wie gut funktioniert das Gebäude?
  • Welche Optimierungen sind, mit dem was vorhanden ist, denk-/umsetzbar?
  • Wie kann ich mein Facility Management effizienter gestalten?
  • Welche Möglichkeiten der Weiternutzung meiner Betriebsmittel habe ich bei einem Umzug oder Um-/Ausbau meines Unternehmens? (Weiterverwendung, Recycling, Upcycling)
  • Welche Güter befinden sich im Unternehmen?

Um diese Fragen beantworten zu können, kommen laufend neue Systeme zum Einsatz, welche eine ständige Überwachung gewährleisten.

Beispiel Gebäudetechnik

Über diverse Schnittstellen können Informationen, die aus der Mess-, Steuer und Regelungstechnik sowie div. BUS-Systemen ausgelesen werden, in fotografiegestützten Punktwolken angezeigt und über Cloud-Systeme zur Verfügung gestellt werden. Dies ermöglicht bei der Verwaltung verschiedener Standorte über eine zentrale Facility Management Abteilung, die Technikteams dieser Standorte zu koordinieren.

Ebenfalls können zum Beispiel für verschiedene Komponenten Wartungsintervalle eingetragen werden. Kurz vor Ablauf der Frist werden zuständige Personen automatisch verständigt, um diese über die Notwendigkeit einer Wartung zu informieren. Ebenso im Störungsfall.

Durch Vermessungen in gewissen Zeitintervallen - über zum Beispiel autonome Drohnen oder Roboter - kann laufend eine Bestandsaufnahme umgesetzt werden, welche in weiterer Folge auch eine Inventur unterstützen kann.

Auch im Hinblick auf einen Standortwechsel können integrale Hard- und Software-Systeme dabei helfen, einen Überblick zu behalten, welche Betriebsmittel Potenzial für eine Weiterverwendung haben bzw. was auf welche Weise entsorgt werden muss. (z.B. Recycling)

Die Möglichkeiten

  • Laufende Überwachung der Anlagen mit fotografiegestützter Punktwolkentechnik
  • Zentralisierung der FM-Abteilungen (z.B. bei Firmen mit mehreren Standorten)
  • Autonome Vermessung von Gebäuden und Anlagen mit Hilfe von Drohnen und Robotern
  • Teilautomatisierte Inventur
  • Aufzeigen eventueller Problemstellen in einem Unternehmen
  • u. v. m.

Fotos